
Drogentransporte durch Europa: Prozess eröffnet
n-tv
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Weil sie zwei Drogentransporte quer durch Europa organisiert haben sollen, haben sich seit Freitag sieben Männer vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Anklage legt den zwischen 34 und 63 Jahre alten mutmaßlichen Tätern zur Last, im Februar vergangenen Jahres zunächst einen Transport von 30 Kilogramm Kokain aus Malaga (Spanien) über Frankfurt nach Oslo (Norwegen) organisiert zu haben. Im Juni sollten dann 59 Kilogramm Marihuana von Rotterdam in die Schweiz gebracht und dort verkauft werden. Beide Transporte wurden jedoch unterwegs von der Polizei abgefangen. (Aktenzeichen 6360 Js 200245/20)
Am ersten Verhandlungstag äußerten sich die seit Herbst vergangenen Jahres inhaftierten Männer noch nicht zu den Vorwürfen. Einer von ihnen verfügte offenbar über ein eigenes Logistik-Unternehmen und mehrere Lastwagen, die für die Drogentransporte benutzt wurden. Ein weiterer Angeklagter soll auch im Besitz eines unter das Waffengesetz fallenden Schalldämpfer gewesen sein. Mehrere Verteidiger forderten die Aussetzung des Prozesses aufgrund der "Fürsorgepflicht" des Gerichts. So seien mehr als 30 Verfahrensbeteiligte - neben den Angeklagten auch noch jeweils zwei Verteidiger und mehrere Dolmetscher - aufgrund Covid 19 unvertretbar. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende Richter mit einem Befangenheitsantrag konfrontiert. Die Strafkammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme mit vorerst 18 Verhandlungstagen bis Ende August.
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