
Drei Teenager sterben wegen Drogen – Spur führt zu perfider Clique
RTL
Drei Teenager sterben in Tirol innerhalb weniger Tage. Eine 13-Jährige kurz nach ihrem Geburtstag. Ermittler vermuten Drogen und ein kriminelles Netzwerk.
Nur Tage nach ihrem 13. Geburtstag ist sie tot.Innerhalb weniger Tage sterben zwei Mädchen (13, 16) und ein junger Mann (18) in Tirol, vermutlich nach dem Konsum tödlicher Substanzen. Hinter den Tragödien verbirgt sich der Verdacht auf ein grausames System aus Abhängigkeit, Erpressung und sexuellem Missbrauch. Erst Ende Februar feiert Anastasia aus dem Pitztal ihren 13. Geburtstag. Nur zwölf Tage später wird sie tot in einer Wohnung in Innsbruck gefunden. Das Unfassbare: In genau derselben Unterkunft stirbt nur fünf Tage zuvor ein 18-jähriger Mann. Auch Anastasias 16 Jahre alte Freundin Mia stirbt zehn Tage vorher in einer Wohnung im Unterland. Lese-Tipp: Fentanyl in Deutschland auf dem Vormarsch: Das macht die „Zombie-Droge” so gefährlich Die Verzweiflung der Eltern ist grenzenlos. In einer Traueranzeige, die oe24 vorliegt, heißt es; „Fragt nicht warum, fragt nicht wozu, so kommt unser Herz niemals zur Ruh.” Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tode zusammenhängen. In allen drei Fällen sollen Drogen im Spiel sein. Der Verdacht fällt auf Fentanyl oder neue synthetische Opioide. Substanzen, die oft unbemerkt beigemischt werden und schnell tödlich wirken. Ein endgültiges toxikologisches Ergebnis steht aber noch aus. Und nicht nur das: Alle drei Opfer sollen Teil derselben Clique gewesen sein, in der ältere Männer junge Mädchen gezielt abhängig machen. „Zuerst erhalten die Opfer günstig Drogen, dann werden dafür einschlägige Fotos verlangt“, sagt Klaus Kapelari vom Kompetenzzentrum Gewaltschutz der Tiroler Tageszeitung. Was folgt, ist ein perfider Kreislauf. Die Fotos dienen als Druckmittel. Die Abhängigkeit wächst. Und irgendwann reicht Geld nicht mehr aus.













