
Derby mit Knall-Potenzial: Kölns Kwasniok hofft auf „Boost“
RTL
Das rheinische Derby ist immer brisant - auf und neben dem Platz. Diesmal ist die Lage besonders speziell. Gladbach und Köln brauchen Punkte für den Klassenerhalt.
Das rheinische Derby ist immer brisant - auf und neben dem Platz. Diesmal ist die Lage besonders speziell. Gladbach und Köln brauchen Punkte für den Klassenerhalt. Von Angst wollte Lukas Kwasniok vor dem so wichtigen Derby gegen Borussia Mönchengladbach nichts wissen. „Du kannst es als Angst wahrnehmen, als Herausforderung oder aber auch als Gelegenheit annehmen“, sagte der stark unter Druck stehende Trainer des 1. FC Köln. „Wir sehen das komplett als Gelegenheit, als Chance, hier wieder einen Boost hereinzubekommen.“ Im brisanten rheinischen Traditionsduell mit Krawall-Gefahr geht es um viel mehr als nur Prestige. Sowohl die Kölner als auch die Gladbacher von Trainer Eugen Polanski kämpfen gegen den Abstieg. Der seit sechs Spielen sieglose FC liegt nur einen Zähler vor dem Relegationsplatz. Bei einem dreifachen Punktgewinn würden die Domstädter mit der Borussia gleich- und die Elf vom Niederrhein noch stärker in den Kampf um den Klassenerhalt hineinziehen. Dafür brauche man zwar auch fußballerische Elemente, erklärte Kwasniok, „aber im Derby geht es erst mal um Emotionen“. Neben dem Platz sollen diese nicht für hässliche Bilder sorgen. Die Polizei erwartet jeweils rund 500 gewaltbereite Fans beider Vereine. Mehr als 1.400 Beamte sollen rund um die Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Einsatz sein. Für etwa 20 Ultras aus Köln und Mönchengladbach gelten Aufenthalts- und Bereichsbetretungsverbote. Er hoffe, dass alles sportlich und fair bleibe, „auch auf den Rängen“, sagte Polanski. Der 40-Jährige hat ebenfalls Druck, doch für sein Gegenüber könnte es bei einer Niederlage richtig ungemütlich werden. Kwasniok hat im chronisch aufgeregten Kölner Umfeld viele Kritiker. Zuletzt hatte es Berichte darüber gegeben, dass er mit dem Aufsteiger aus den beiden Spielen gegen die direkten Konkurrenten Hamburger SV (1:1) und nun Gladbach mindestens ein Spiel gewinnen müsse, um seinen Job zu behalten.













