Der Koalitionsvertrag ist eine gesellschaftspolitische Wende
Süddeutsche Zeitung
Wählen ab 16, Legalisierung von Cannabis, Adoptieren ohne Heirat: Da müssen Konservative einiges schlucken. Doch die Wahrheit ist: Die Mehrheit will diese Veränderungen.
Auf Seite eins des ersten Vertrags einer Ampel-Koalition auf Bundesebene ist ein gewisser Wille zum Pathos erkennbar. "Mehr Fortschritt wagen" heißt es dort in Anspielung auf Willy Brandts Regierungserklärung von 1969, der "mehr Demokratie wagen" wollte. Der als erster SPD-Kanzler der Bundesrepublik - immerhin schon ein Vierteljahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkriegs - nicht von der Union kam und die deutsche Nachkriegsgesellschaft modernisieren wollte. "Mehr Fortschritt wagen" also nun im Jahr 2021 - ein Koalitionsvertrag mit ganz herzlichen Grüßen an die neue Oppositionspartei CDU.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.












