Das sind jetzt die Ziele für die deutschen Skispringer
ZDF
Die Vierschanzentournee scheint schon bei Halbzeit für Domen Prevc entschieden. Deshalb blickt Bundestrainer Stefan Horngacher voraus.
Die 74. Vierschanzentournee scheint schon bei Halbzeit für "Domenator" Domen Prevc entschieden. Deshalb blickt Bundestrainer Stefan Horngacher voraus. Immer am 2. Januar lädt das deutsche Skisprung-Team schon seit vielen Jahren zur Halbzeit-Bilanz der Vierschanzentournee ins Seehaus-Hotel am Rießersee ein. Freude kam bei diesem Termin aber auch beim Start ins Jahr 2026 nicht auf. Stattdessen entfaltete sich der Charme vom Silvester-Klassiker "Dinner for One" mit dem Slogan "The same procedere as every year". Passiert kein Wunder, wird das inzwischen 24 Jahre dauernde Warten auf den ersten deutschen Tournee-Gesamtsieg weitergehen. Bundestrainer Stefan Horngacher gab mit Blick auf die Überlegenheit von Domen Prevc zu, dass dieses Ziel "unrealistisch" ist: Felix Hoffmann hat als bester Deutscher vor den ausstehenden Tourneespringen in Innsbruck (4. Januar, live im ZDF) und Bischofshofen (6. Januar) als Vierter 46,6 Punkte Rückstand auf Prevc - das sind umgerechnet 25,89 Meter. Und ob man "Zweiter, Dritter, Vierter oder Fünfter bei der Tournee wird, ist irrelevant", findet Hoffmann. Es geht nur um den Goldenen Adler und die 100.000 Schweizer Franken Siegprämie beim Skisprung-Grand-Slam, den Sven Hannawald 2002 als letzter Deutscher gewinnen konnte. In den vergangenen Jahren dominierten immer andere - ob nun Ryoyu Kobayashi (Japan) oder 2024/25 die Österreicher. Diesmal spricht alles für einen Triumph von "Domenator" Prevc. Philipp Raimund hat als Sechster schon unglaubliche 29,56 Meter (53,2 Punkte) nach zwei Springen Rückstand auf ihn. "Einfach krank" hat Raimund diese Distanz genannt: "Ich frage mich, wo ich 15 Meter pro Springen gegen Domen verliere."
