Bayerns Meisterstück mit Makeln
ZDF
Nach dem Sieg beim BVB fühlen sich die Münchner dem Ligatitel nahe. Sie wissen auch, dass sie sich für ihre Vorhaben in der CL steigern müssen.
Nach ihrem 3:2 beim BVB fühlen sich die Münchner dem Ligatitel bereits nahe. Sie wissen aber auch, dass sie sich für ihre großen Vorhaben in der Champions League steigern müssen. Welch große Emotionen der Sieg im Klassiker freisetzt, war direkt nach dem Schlusspfiff eindrucksvoll zu sehen. Spontan bildete sich rund um Bayern Münchens Torwart Jonas Urbig eine fast schon ekstatische Jubeltraube, nachdem sich der Vertreter von Manuel Neuer kurz zuvor bei einer Dortmunder Flanke mutig ins Getümmel gestürzt und den Ball weggefaustet hatte. Angeführt von Kapitän Joshua Kimmich stand die Münchner Mannschaft bald danach vor ihren Fans und ließ sich für den nun schon so gut wie sicheren Gewinn des Meistertitels äußerst ausgelassen feiern. Amtlich ist der Gewinn der Schale bei elf Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund vor den zehn verbleibenden Spieltagen zwar noch nicht. Doch sowohl der Münchner Sportvorstand Max Eberl als auch Lars Ricken, der Geschäftsführer Sport des BVB, ließen nach dem 3:2 des FC Bayern am ZDF-Mikrofon deutlich anklingen, dass die Titelvergabe aus ihrer Sicht nun zugunsten des Titelverteidigers vorentschieden ist. "Ich glaube, das war ein sehr, sehr großer Schritt", sagte Eberl. Und Ricken befand: Das noch zu schaffen, sei "fast unmöglich", ergänzte Nico Schlotterbeck. Der BVB dürfte damit nach dem Aus im DFB-Pokal und in der Champions League in dieser Saison komplett leer ausgehen. Gewonnen hatten die Bayern ihren gefühlten Meister-Matchball nach einem wogenden und teils wilden Klassiker. Etwas überraschend waren die Dortmunder durch Schlotterbeck in Führung gegangen. Zuvor konnte der Verteidiger von Glück sagen, nach einem harten Einsteigen gegen Josip Stanisic statt der gelben nicht die rote Karte gesehen zu haben. Die Bayern schlugen durch Harry Kanes vierten Doppelpack in Serie zurück, ehe Daniel Svensson für Dortmund ausglich.













