
200.000 Anrufe bei Telefonseelsorge
n-tv
Die katholische und evangelische Kirche in Bayern unterhalten die Telefonseelsorge für Gesprächsbedarf in Ausnahmesituationen. Doch lohnt sich das?
München (dpa/lby) - Die Telefonseelsorge in Bayern hat im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Gespräche geführt - per Telefon, Mail oder Chat. Das geht aus einer Studie des Zentrums für angewandte Pastoralforschung (zap) der Ruhr-Universität Bochum hervor, die der Freisinger Bischofskonferenz auf ihrer Herbsttagung in München vorgelegt wurde.
Der Wirksamkeitsstudie zufolge meldeten sich die Leute "meist in akuten Notlagen, bei Einsamkeit, Beziehungsfragen und in psychischen Krisen, oft auch bei Suizidgedanken" bei den rund 1.100 Ehrenamtlichen im Freistaat.
Die 17 bayerischen Telefonseelsorgestellen sind den Angaben zufolge die ersten in Deutschland, die eine solche Untersuchung beauftragt haben. "Die Ergebnisse zeigten, dass die Telefonseelsorge in Bayern auch außerhalb kirchlicher Strukturen hohe Wertschätzung erfährt", teilte die Freisinger Bischofskonferenz, der Zusammenschluss der sieben katholischen bayerischen Bistümer, mit. Die Telefonseelsorge wird in Bayern getragen von der katholischen und evangelischen Kirche.
