
„Die Stimme von Hind Rajab“ im Kino – Unsichtbare Bilder
Frankfurter Rundschau
„Die Stimme von Hind Rajab“: Mit ihrem semidokumentarischen Spielfilm appelliert Kaouther Ben Hania an die Vorstellungskraft.
Die Beweiskraft von Bildern hat erst in den letzten Tagen wieder die Lügen von Regierenden bloßgestellt, diesmal in den USA. Aus gleich drei Perspektiven lässt sich der Tod von Renee Good rekonstruieren als Folge gezielter Todesschüsse. Ohne diese audiovisuellen Beweismittel hätte die Wahrheit kaum eine ähnliche Medienpräsenz gefunden wie die Lügen von Trump und Vance. Auf der anderen Seite können Bilder auch blind machen. Dann, wenn es unmöglich ist, sie aufzunehmen, in ihrem Schrecken, ihrer Menge. Das gilt für Medienberichte über die Gräueltaten der Hamas am 7. Oktober ebenso wie über die sich fortsetzende Bilderflut von Kriegsverbrechen aus Gaza und der Siedlergewalt in Westjordanland.













