
Überraschung vor Corona-Gipfel: Laut neuer Beschlussvorlage soll noch weiter gelockert werden
Frankfurter Rundschau
Am Mittwoch (16.02.2022) tagt der Corona-Gipfel von Bund und Ländern. Die Lockerungen könnten noch umfassender ausfallen, als bisher vermutet.
Update vom Dienstag, 15.02.2022, 22.57 Uhr: Kurz vor dem Corona-Gipfel am Mittwoch (15.02.2022) bahnt sich eine Überraschung an. Wie aus einer ersten Beschlussvorlage hervorgegangen war, die unserer Redaktion vorliegt, soll es in Deutschland zahlreiche Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen geben. Jetzt ist durchsickert, dass sogar noch weiter gelockert werden könnte. Dies geht aus einer neuen Beschlussvorlage hervor, in die das Nachrichtenportal Business Insider Einblick hat.
Dem Bericht zufolge steht in dem zweiten Entwurf zum Thema der privaten Zusammenkünfte: „In einem ersten Schritt werden private Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene wieder ohne Begrenzung der Teilnehmendenzahl möglich“. Im vorherigen Papier war noch von einer Obergrenze von 20 Personen die Rede. Derzeit dürfen sich zehn Menschen privat treffen.
Außerdem sollen laut Business Insider die Obergrenzen von Zuschauerinnen und Zuschauern bei Veranstaltungen erhöht werden. In Innenräumen soll demnach eine Maximal-Auslastung von 60 satt bisher 40 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität erlaubt sein. Auch die maximale Personenzahl wurde dem Bericht zufolge in der Beschlussvorlage erhöht: von 4000 auf 6000.
Erstmeldung vom Dienstag, 15.02.2022: Berlin – Ein neuer Corona-Gipfel steht auf der politischen Agenda. Die Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Bundesländer treffen sich am Mittwoch (16.02.2022) in Berlin, um über die nächsten Schritte Deutschlands in der Corona-Pandemie zu beraten.
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt: Mitte Februar sollte laut den Prognosen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* und RKI-Chef Lothar Wieler der Höhepunkt der Omikron-Welle* erreicht sein. Am Dienstag verkündete der Minister bei der Bild-Zeitung sogar, dass der „Höhepunkt überschritten“ sei. Tatsächlich sinken die Fallzahlen seit wenigen Tagen. Allerdings befinden sie sich nach wochenlanger Steigerung immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Ein Faktor, der in den vergangenen Monaten immer wieder durch Fachleute ins Spiel gebracht wurde, ist die Hospitalisierungsinzidenz, sprich: die Auslastung der Krankenhäuser und Kliniken. Die Lage auf den Intensivstationen ist weiterhin angespannt. Laut Daten des DIVI-Intensivregisters werden derzeit 2479 Covid-19-Patientinnen und -Patienten betreut (Stand: 15.02.2022).













