
Zoff artet aus: ARD erhält Unterlassungsbegehren von Eisschnelllauf-Verband
n-tv
Der deutsche Eisschnelllaufverband DESG wütet: Auf die Vorwürfe in einem ARD-Bericht folgt ein Hausverbot und jetzt eine Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung. Der Zoff zwischen Präsident Matthias Große und dem Sender geht in die nächste Runde.
Der deutsche Eisschnelllaufverband DESG wütet: Auf die Vorwürfe in einem ARD-Bericht folgt ein Hausverbot und jetzt eine Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung. Der Zoff zwischen Präsident Matthias Große und dem Sender geht in die nächste Runde.
Nach dem ARD-Bericht über vermeintliche Missstände bei der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft ist der Sender vom Verband aufgefordert worden, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Das sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky der Deutschen Presse-Agentur einen Tag nach einem aufsehenerregenden Medientermin mit Hausverbot für zwei Journalisten des Ersten.
"Ja, das kann ich bestätigen", sagte Balkausky auf Anfrage. "Die ARD wird sich dieser Unterlagen selbstverständlich umgehend annehmen und sie kritisch in Abstimmung mit den involvierten Justiziariaten prüfen."
Die DESG um Präsident Matthias Große reagierte damit auf einen Bericht von Hajo Seppelt und Jörg Mebus. Die beiden ARD-Journalisten waren maßgeblich an einem kritischen Bericht der "Sportschau" zu Beginn der Olympischen Winterspiele beteiligt gewesen, in dem der DESG Unregelmäßigkeiten vorgeworfen und über ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze berichtet wurde.
"Wer meinen Verband auf die Schlachtbank führt, mit dem teile ich nur noch den Gerichtssaal", hatte Große am Donnerstag gewettert und von einer "Schmutzkampagne" und von "Lügen" gesprochen. Schon auf der Pressekonferenz berichtete Große, dass seine Anwälte Briefe verschickt hätten. Der Schaden für die DESG sei siebenstellig, hatte Große gesagt. Wodurch dieser explizit entstanden sein soll, erklärte er nicht.













