
Wahldebakel in Baden-Württemberg! SPD-Politiker Andreas Stoch tritt zurück
RTL
Die SPD stürzt in Baden-Württemberg auf ein historisches Tief bei Landtagswahlen bundesweit. Spitzenkandidat Andreas Stoch zieht daraus seine Konsequenzen.
Die SPD stürzt in Baden-Württemberg auf ein historisches Tief bei Landtagswahlen bundesweit. Spitzenkandidat Andreas Stoch zieht daraus seine Konsequenzen. Nach dem sich abzeichnenden historisch schlechten Wahlergebnis für die SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg will Landespartei- und Fraktionschef Andreas Stoch zurücktreten. Das kündigte er vor Anhängern in Stuttgart an. Die SPD hat den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF zufolge ihren Stimmenanteil im Vergleich zur Landtagswahl 2021 quasi halbiert: auf 5,5 beziehungsweise 5,4 Prozent. Bei der letzten Landtagswahl 2021 waren es noch 11,0 Prozent gewesen. Wer Stoch nachfolgen könnte, ist ungewiss. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf bezeichnete den Ausgang der Wahl als „sehr bitteres Wahlergebnis für uns“. Im Wahlkampf habe es eine Zuspitzung auf die Frage gegeben, ob der Grünen-Kandidat Cem Özdemir oder der CDU-Kandidat Manuel Hagel gewinnen werde. Dies sei zulasten der SPD gegangen, sagte er in der ARD. „Wir sind da unter die Räder gekommen.“ Stoch hatte seine Partei bereits zum zweiten Mal in die Landtagswahl geführt. Der 56 Jahre alte Rechtsanwalt stammt aus Heidenheim und war in der grün-roten Koalition von 2013 bis 2016 Kultusminister von Baden-Württemberg. Die SPD-Landtagsfraktion hatte er seit 2016 geleitet. Zwei Jahre später wählten die Genossen den Vater von vier Kindern auch zum Landesparteivorsitzenden. Der rückläufige Trend hatte schon in mehr oder weniger großem Umfang die Jahrzehnte davor geprägt. Nur 2001 hatten die Sozialdemokraten mit Spitzenkandidatin Ute Vogt zugelegt. Davor hatte die Partei zuletzt 1972 Stimmenzuwächse bei einer Landtagswahl im Südwesten verbucht.

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