
Theologin kritisiert Neu-Papst Leo für Detail bei Auftritt – und verteilt weiteren Hieb
Frankfurter Rundschau
Der neue Papst Leo XIV. sorgt für Kritik. Theologin Straub bemängelt konservative Signale. Ein Detail stößt besonders auf.
Rom – Der neue Papst heißt Leo XIV. und kommt erstmals aus den USA. Die Wahl des neuen Papstes in nur vier Wahlgängen bewerten viele als zügig – trotz der großen Anzahl wahlberechtigter Kardinäle. Und schon kurz nach seinem ersten öffentlichen Auftritt erntet das neue Oberhaupt der katholischen Kirche Kritik. Die Schweizer Theologin Jacqueline Straub, bekannt für ihr Engagement für Gleichberechtigung innerhalb der Kirche, findet deutliche Worte – und nimmt dabei nicht nur ein Detail des Papst-Auftritts ins Visier. In einem Interview mit dem Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten zeigt sich Straub zwar überrascht über die Wahl des US-Amerikaners Robert Francis Prevost, äußert aber vor allem Skepsis hinsichtlich seiner innerkirchlichen Ausrichtung. Besonders die Inszenierung des Papstes bei seinem ersten Auftritt stößt ihr auf: „Ein bisschen enttäuscht hat mich, dass Leo – im Gegensatz zu Franziskus, der bei seiner Wahl aus Bescheidenheit darauf verzichtete – mit Zepter und Umhang auf den Balkon getreten ist“, sagt sie. Für die 34-jährige Straub, die sich seit Jahren für eine Öffnung der Kirche gegenüber Frauen und LGBTQ-Personen einsetzt, ist dieses symbolische Detail mehr als nur Äußerlichkeit. Es sei ein Hinweis darauf, „dass Leo XIV. konservative Zeichen setzt – gerade in einer Kirche, die vielerorts unter Glaubwürdigkeitsverlust leidet“.













