
Tausende Menschen bei Demo in Berlin gegen digitale sexuelle Gewalt
ProSieben
Fake-Profile, Deepfakes, Scham: Betroffene berichten bei einer Demo am Brandenburger Tor – statt 500 kommen deutlich mehr Menschen.
Mehrere tausend Menschen haben in Berlin an einer Demonstration "Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern" teilgenommen. Sie versammelten sich am Nachmittag am Brandenburger Tor auf dem vollständig gefüllten Pariser Platz. Auf Plakaten stand: "Menschenrechte auch im Internet" und "Die Scham muss die Seiten wechseln". Die Polizei sprach von 6700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstalter von 13.000 Menschen. Die Kundgebung am Brandenburger Tor fand nach Angaben der Veranstalter wegen der aktuellen Diskussion in Solidarität mit der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes (44) statt. Eine Stellungnahme von Fernandes wurde vorgelesen, in der sie sich für die Solidarität bedankte und in der es hieß: "Sexualisierte und digitale Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. Aktuell gibt es diesbezüglich jedoch massive gesetzliche Schutzlücken. (...) Das muss sich ändern! Wir dürfen die Täter nicht mehr davonkommen lassen! Sie verstecken sich hinter einer Mauer des Schweigens, und diese ist hoch – sehr, sehr hoch."













