Primary Country (Mandatory)

Other Country (Optional)

Set News Language for United States

Primary Language (Mandatory)
Other Language[s] (Optional)
No other language available

Set News Language for World

Primary Language (Mandatory)
Other Language(s) (Optional)

Set News Source for United States

Primary Source (Mandatory)
Other Source[s] (Optional)

Set News Source for World

Primary Source (Mandatory)
Other Source(s) (Optional)
  • Countries
    • India
    • United States
    • Qatar
    • Germany
    • China
    • Canada
    • World
  • Categories
    • National
    • International
    • Business
    • Entertainment
    • Sports
    • Special
    • All Categories
  • Available Languages for United States
    • English
  • All Languages
    • English
    • Hindi
    • Arabic
    • German
    • Chinese
    • French
  • Sources
    • India
      • AajTak
      • NDTV India
      • The Hindu
      • India Today
      • Zee News
      • NDTV
      • BBC
      • The Wire
      • News18
      • News 24
      • The Quint
      • ABP News
      • Zee News
      • News 24
    • United States
      • CNN
      • Fox News
      • Al Jazeera
      • CBSN
      • NY Post
      • Voice of America
      • The New York Times
      • HuffPost
      • ABC News
      • Newsy
    • Qatar
      • Al Jazeera
      • Al Arab
      • The Peninsula
      • Gulf Times
      • Al Sharq
      • Qatar Tribune
      • Al Raya
      • Lusail
    • Germany
      • DW
      • ZDF
      • ProSieben
      • RTL
      • n-tv
      • Die Welt
      • Süddeutsche Zeitung
      • Frankfurter Rundschau
    • China
      • China Daily
      • BBC
      • The New York Times
      • Voice of America
      • Beijing Daily
      • The Epoch Times
      • Ta Kung Pao
      • Xinmin Evening News
    • Canada
      • CBC
      • Radio-Canada
      • CTV
      • TVA Nouvelles
      • Le Journal de Montréal
      • Global News
      • BNN Bloomberg
      • Métro
Sie wusste, wie man Kerle in Menschen verwandelt

Sie wusste, wie man Kerle in Menschen verwandelt

Die Welt
Sunday, October 12, 2025 07:06:26 PM UTC

Aufmerksamkeit erregte sie als Gangstergattin, ihren Durchbruch hatte sie als Schickse in Manhattan. Später galt Diane Keaton als komischste Schauspielerin der Welt. Ihren zweiten Oscar hätte sie aber für eine dramatische Rolle verdient.

Aufmerksamkeit erregte sie als Gangstergattin, ihren Durchbruch hatte sie als Schickse in Manhattan. Später galt Diane Keaton als komischste Schauspielerin der Welt. Ihren zweiten Oscar hätte sie aber für eine dramatische Rolle verdient. Ein Adjektiv, auf das man in vielen Zeitungsartikeln über die Schauspielerin Diane Keaton liest, lautet: „self-deprecating“. Das heißt: selbstironisch, bescheiden, sich selbst herabwürdigend. Nirgendwo ließ sich diese Eigenschaft besser beobachten als in dem Film „Annie Hall“ aus dem Jahre 1977. An der Seite von Woody Allen (weshalb der deutsche Filmtitel wohl „Der Stadtneurotiker“ lautet) tigerte sie in Männerklamotten durch Manhattan, trug komische Hüte und ließ Wortgirlanden von bezaubernder Unlogik durch die Luft segeln ließ. Diane Keaton als Annie Hall: Das war eine Schickse – eine Nichtjüdin – aus der Mitte Amerikas, die in einem jüdischen Ostküstenmilieu eigentlich fehl am Platze ist, in New York aber trotzdem dazugehören will und wegen dieses Dilemmas einen schrecklich lustigen, sehr langsamen Nervenzusammenbruch erleidet. Diane Keaton hat später bestätigt, dass sie hier ein ins Groteske überhöhtes Selbstporträt ablieferte. Ihre schauspielerische Leistung hat ihr damals nicht nur einen Oscar eingetragen, sondern auch ein Titelbild des „Time“-Magazins beschert: Sie sei, beschied die Zeitschrift, „die komischste Filmschauspielerin der Welt“. Dabei hatte sie gar nicht als Komikerin angefangen. Ihr Filmdebüt gab sie in „Der Pate“, wo sie Kay Adams spielte, die Freundin von Michael Corleone, die eindeutig nicht aus Sizilien stammt und gegen ihren Willen zur Gangsterbraut aufsteigt. (Mit Al Pacino, der den Gangster spielt, hatte sie eine Liaison.) Im zweiten Teil von „Der Pate“ wurde ihre Rolle ausgebaut. Keaton hat sich später ziemlich abfällig über ihre damalige schauspielerische Leistung geäußert und wollte die fertigen Filme gar nicht sehen, weil sie sich für eine Fehlbesetzung hielt. Sie war aber keine Fehlbesetzung, sie spielte nur eine Frau in einer Welt, in der Frauen nichts zählten. Ihre ersten Erfolge erzielte sie in Woody Allens frühen Komödien: „Die letzte Nacht des Boris Gruschenko“, „Der Schläfer“. Sie war genau der Widerpart, den der jüdische Neurotiker brauchte, und das wusste sie auch. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Diane Keaton nicht durch Mia Farrow verdrängt, sondern weiter an Allens Seite geblieben wäre.

Read full story on Die Welt
Share this story on:-
More Related News
Drei Jahre Arbeit für etwas, das aussieht, als habe Grok es erschaffen

In seinen besten Werken brachte Pierre Huyghe die Wirklichkeit ins Schwimmen. Mit „Liminals“ will er einen Mythos schaffen. Doch zwischen KI-Ästhetik, quantenmechanischem Sound und überwältigender Inszenierung gerät die Erfahrung ins Rutschen.

Der Film, aus dem man alles lernen kann über die DDR

Ausgerechnet in Berlin wird darüber debattiert, die DDR nicht mehr als Pflichtstoff an Gymnasien zu behandeln. Sind die richtigen Spielfilme und Literaturklassiker vielleicht sogar glaubwürdiger als Schulstunden?

Jedes Bild bekräftigt den Mythos – völlig zu Recht

In seinem kurzen Leben hat Jean-Michel Basquiat ein überwältigendes Werk geschaffen. Eine Reihe von Bildern, die er bis zu seinem Tod bei sich behalten hat, untermauern seinen Rang als Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts.

Der Film, aus dem man alles lernen kann über die DDR

Ausgerechnet in Berlin wird darüber debattiert, die DDR nicht mehr als Pflichtstoff an Gymnasien zu behandeln. Sind die richtigen Spielfilme und Literaturklassiker vielleicht sogar glaubwürdiger als Schulstunden?

Warum es sich jetzt besonders lohnt, archäologische Objekte zu kaufen

Der Handel mit antiken Kunstgegenständen steht häufig unter Verdacht. Der Wiener Galerist Christoph Bacher widerspricht vehement. Er lobt die privaten Sammler als Bewahrer des kulturellen Erbes. Die Preise sind geradezu lächerlich – noch.

Gibson statt Bitcoins, Fender statt Aktien – die sagenhafte Rendite gebrauchter Gitarren

Eine Gitarre, die vor 68 Jahren 213 Euro wert war, kostet heute 350.000. Instrumente sind weit mehr als nur eine Alternative zu Investitionen in Immobilien und Kryptowährungen. Jetzt gibt es eine verlässliche Preisliste – und Tipps für risikoscheue Einsteiger.

„Die Menschen haben die wahre Fratze der religiösen Ideologie kennengelernt“

Ali Samadi Ahadi kam als Kind allein nach Deutschland, heute blickt der Filmemacher verzweifelt auf den Iran. Er sieht ein Regime, das sich mit sinnlosem Mord nur Tage länger an der Macht hält. Doch die Szenarios für die Zeit nach den Mullahs haben ein Problem.

„Stranger Things“ ist vorbei. Oder doch nicht?

Die Monster sind tot, die Kinderhelden längst erwachsen. Doch wer glaubt, mit dem Ende von „Stranger Things“ wären wir die Dämonen los, ist naiv. Lesen Sie nicht weiter, wenn Sie Spoiler fürchten, aber die Herrschaft des Upside Down über die Popkultur hat gerade erst begonnen.

Was das neue Jahr bringt – elf einsame Höhepunkte

Ob Superstars im Rampenlicht, die Wiederkehr der Klassiker, große Sehnsuchtsstoffe oder Debattenmaterial: Das neue Jahr bietet reichlich Gründe zur Vorfreude – jedenfalls in der Kultur.

Wenn arttypisches Verhalten zur Falle wird

Vom König des Waldes mutierte er zum König des Kitschs. Nun wird er rehabilitiert: Der Rothirsch ist zum Tier des Jahres 2026 gekürt worden – mit genau den Attributen, die ihn berühmt gemacht haben.

„Man stellt fest, dass die Welt eine einzige große Heuchelei ist“

Jugendliche lieben Albert Camus’ „Der Fremde“ bis heute und halten die Hauptfigur Meursault für einen Helden. François Ozon hat den Roman verfilmt: Ein Gespräch über die Gefahr moralischer Gewissheiten und die Erkenntnis, dass Wahrheit einsam machen kann.

© 2008 - 2026 Webjosh  |  News Archive  |  Privacy Policy  |  Contact Us