
"Schlitzohr" Beier wandelt auf Thomas Müllers Spuren
n-tv
In weniger als neun Monaten beginnt die EM in Deutschland. Es ist nur noch wenig Zeit für die Spieler der Fußball-Bundesliga, sich ins Blickfeld von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu spielen. Einem ist es schon gelungen: Maximilian Beier, 21 Jahre alt. Er ist ein Überflieger der noch jungen Saison.
Im Stadion, das einst Neckarstadion hieß, kommt es am heutigen Samstag im Spiel zweier Überraschungsmannschaften zu einer echten Standortbestimmung. Der unglaubliche VfB Stuttgart empfängt die TSG Hoffenheim. Es ist kein Spiel, von dem Groundhopper Ansichtskarten in ferne Länder schicken werden, aber doch eins, auf das es sich zu blicken lohnt.
Die verletzungsbedingt wunderstürmerlosen Gastgeber mit dem ehemaligen Hoffenheim-Trainer Sebastian Hoeneß vertrauen auf Stürmer Deniz Undav (wie Kollege Emmanuel Schneider im Kasten unten drunterwunderbar aufgeschrieben hat). Die Gäste mit dem ehemaligen Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo setzen auf einen, der als einer der Shooting-Stars der Bundesliga bezeichnet werden kann. Sie vertrauen auf den 21-jährigen Maximilian Beier, den Experten wie Dietmar Hamann "ein Schlitzohr im besten Sinne" nennen und der Erinnerungen an den wohl besten deutschen Offensivspieler der letzten Jahrzehnte weckt: Der gebürtige Brandenburger ist einer wie Thomas Müller.
Unter der Woche war wieder über ihn zu lesen. Nach sechs Toren aus den ersten acht Spielen dieser Saison hatte er sich einen neuen Vertrag in Hoffenheim, dem Wolfsburg des Südens, verdient. Bis 2027 steht er nun dort unter Vertrag. Er entschied sich gegen das mal lose, mal starke Interesse aus der englischen Premier League, wo er sich in die Notizbücher von Klubs wie Burnley, Everton, Brentford und aber auch Liverpool gespielt hatte. Er entschied sich auch gegen das Interesse aus der spanischen La Liga und der italienischen Serie A. Seine Ausstiegsklausel macht ihn auch in Zukunft für diese Vereine erschwinglich, in der Bundesliga aber werden ihn sich nur noch drei, vielleicht vier Vereine leisten können. Erst einmal heißt es ohnehin, sich in Hoffenheim, in der Bundesliga, festzubeißen.
