
Rutte: Weiß, dass große Teile Europas Trump unterstützen
n-tv
Die offenbar bedingungslose Unterstützung des Nato-Chefs für Donald Trump trifft in Europa nicht nur auf positive Resonanz. Bei einem US-Besuch wird Rutte nun auf eine heftige Entgleisung des Präsidenten angesprochen - der Niederländer bleibt bei seinem Kurs.
Die offenbar bedingungslose Unterstützung des Nato-Chefs für Donald Trump trifft in Europa nicht nur auf positive Resonanz. Bei einem US-Besuch wird Rutte nun auf eine heftige Entgleisung des Präsidenten angesprochen - der Niederländer bleibt bei seinem Kurs.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte steht trotz der Drohung des US-Präsidenten, im Iran eine ganze Zivilisation zu vernichten, fest hinter Donald Trump. Darauf angesprochen, ob ihn die Drohung Trumps als Diplomat gestört habe, sagte Rutte bei CNN: "Was ich immer sage, wenn es darum geht, was führende Politiker sagen, ist, dass ich nicht alles kommentiere. Was ich Sie wissen lassen möchte, ist, dass ich den Präsidenten unterstütze und ich weiß, dass große Teile Europas das auch tun, wenn es darum geht, die Kapazität des Iran zu zerstören, Chaos in die Region, Europa und die ganze Welt zu exportieren."
In den vergangenen Wochen hatten sich vor der Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe immer mehr europäische Regierungen von der US-israelischen Kriegsführung im Iran distanziert, darunter auch Deutschland.
Der Iran sei einer der wichtigsten Ermöglicher der russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine und eine existenzielle Bedrohung für Israel, wenn das Land über Atomwaffen verfüge, sagte Rutte. Es sei "immer großartig zu versuchen zu verhandeln, aber wir haben auch immer gewusst, dass mit Nordkorea zu lange verhandelt wurde" und dann habe Nordkorea Atomwaffen gehabt. Dann könne man nicht mehr verhandeln.
Rutte spielte auch insgesamt die Kritik von Bündnispartnern am Krieg von US-Präsident Trump gegen den Iran herunter. Er verneinte im Gespräch bei CNN die Frage, ob es unter den Verbündeten die vorherrschende Meinung gebe, dass der Krieg völkerrechtlich illegal sei. "Die Nato hat stets den Standpunkt vertreten, dass die Schwächung der atomaren Fähigkeiten und ballistischen Raketen von entscheidender Bedeutung ist", sagte Rutte mit Blick auf den Iran.

Donald Trump wirft der Nato vor, die USA im Iran-Krieg im Stich gelassen zu haben. Die Allianz habe den Test nicht bestanden, sagt nun Trumps Sprecherin Leavitt. Beim anstehenden Treffen mit Nato-Generalsekretär Rutte werde es deswegen um die Zukunft der US-Mitgliedschaft im Bündnis gehen, kündigt sie an.












