Preiserhöhung bei der Deutschen Bahn - jetzt trifft es besonders Familien
ProSieben
Familien müssen bei der Bahn ab Sonntag deutlich mehr für eine Sitzplatzreservierung zahlen. Künftig gilt: Jeder muss zahlen, egal wie alt.
Familien, die für eine Fahrt mit der Deutschen Bahn Sitzplätze reservieren wollen, müssen künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wie das bundeseigene Unternehmen auf seiner Homepage mitteilt, wird die Familienreservierung mit dem Fahrplanwechsel an diesem Sonntag (15. Juni) abgeschafft. Von Verbänden hagelt es Kritik. Künftig müssen alle Reisenden - auch Kinder - für eine Sitzplatzreservierung zahlen. Zusätzlich wird der Preis für eine Reservierung in der zweiten Klasse um 30 Cent teurer und liegt dann bei 5,50 Euro. In der ersten Klasse kostet der feste Platz dann 6,90 Euro statt 6,50 Euro. Konkret bedeutet das: Anstelle der 10,40 Euro für eine Familienreservierung bezahlt eine Familie mit zwei Kindern künftig 22 Euro. Für Hin- und Rückweg kommen 44 Euro zusammen. Der ökologische Verkehrsclub VCD forderte die Bahn auf, die Familienreservierung zu erhalten. "Gerade Familien mit Kindern sind auf reservierte Sitzplätze angewiesen", sagte die Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann. "Auf sie kommt jetzt de facto eine erneute Preiserhöhung zu; nur ein halbes Jahr nach der letzten regulären Erhöhung im Dezember." Sie rate der Bahn, "weniger auf kurzfristige Rabattaktionen zu setzen, und stattdessen das allgemeine Angebot erschwinglich zu halten".
