
Hammer vor dem Aus: Jeder zweite Markt startet Räumungsverkauf
ProSieben
Die Einrichtungskette Hammer teckt tief in der Krise. In etwa der Hälfte der 87 Fachmärkte finden Räumungsverlaufe statt, weil sich keine Investoren finden.
Die Einrichtungskette Hammer steht vor dem Aus: In rund der Hälfte der 87 Fachmärkte läuft ein Räumungsverkauf an. Betroffen sind nach Berichten des "Westfalen-Blatts" unter anderem Standorte in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist die wirtschaftliche Schieflage der Brüder Schlau Gruppe, zu der Hammer gehörte und die bereits im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet hatte. Auch die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH befindet sich seit einigen Wochen im vorläufigen Insolvenzverfahren. Eine langfristige Fortführungslösung ist bislang offen. Für die Belegschaft spitzt sich die Lage dramatisch zu: Fast 1.200 Beschäftigte müssen um ihren Arbeitsplatz bangen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer erläuterte die Konsequenzen der ausbleibenden Investorensuche deutlich: "Da für rund die Hälfte der Filialen kein Interessent für die Fortsetzung des Hammer-Fachmarkt-Konzepts zur Verfügung steht, muss in diesen Filialen jeweils der Räumungsverkauf eingeleitet werden, um diese Flächen für andere Konzepte freizuziehen." Nach Informationen der "Neuen Westfälischen" und des "Mindener Tageblatts" sollen 44 der 87 Fachmärkte bereits Ende März oder Anfang April schließen.




