
Nachfrage für Drogen-Check Berlin übersteigt Kapazität
n-tv
Drogen werden häufig von Kriminellen gestreckt. Analysen sollen Konsumenten schützen. Doch die Kapazitäten eines Drogentest-Projekts in Berlin sind begrenzt. Eine Situation, die Gefahren birgt.
Berlin (dpa/bb) - Die Nachfrage nach kostenlosen Drogentests übersteigt die Kapazitäten des Modellprojekts in Berlin. Seit dem Start des Drugcheckings Anfang Juni wurden insgesamt 797 Proben untersucht, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Wöchentlich seien bis zu 39 Proben entgegengenommen worden. Allein bis August mussten laut Senatsverwaltung rund 380 potenzielle Nutzende abgewiesen werden.
Erstmals hat das Projekt auch mit künstlichen Cannabinoiden verunreinigtes Cannabis analysiert. Diese wirken beim Konsum stärker als die pflanzliche Variante. Sie können zu Vergiftungen führen und lebensgefährlich sein.
Bisher sind mehrere Dutzend Warnungen von bereits untersuchten Drogen auf der Projektwebseite gelistet. Zu den häufig analysierten Drogen gehörten beispielsweise Ecstasy, reines Amphetamin, Amphetamin-Koffein-Mischungen (Speed) sowie Mephedron, Kokain, Ketamin oder LSD. Bei durchschnittlich 43 Prozent der Proben spricht das Projekt eine Warnung zu den untersuchten Substanzen aus.
