
Kreis Groß-Gerau: Bundesverdienstkreuz für ehemaligen Schulleiter
Frankfurter Rundschau
Zahlreiche Veranstaltungen zum Nationalsozialismus hat Klaus-Ludwig Müller als Schulleiter und später für den Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie organisiert. Jetzt wurde er für seine Arbeit ausgezeichnet
Für sein Engagement in der Erinnerungsarbeit zum Nationalsozialismus ist der ehemalige Lehrer und Schulleiter Klaus-Ludwig Müller aus Mörfelden-Walldorf mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Thomas Will (SPD), Landrat des Kreises Groß-Gerau Thomas Will (SPD) überreichte dem 76-Jährigen den Verdienstorden vergangenen Freitag.
Der 1945 in Göttingen geborene Müller organisierte als Lehrer sowie als Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule in Hattersheim und später der Gustav-Heinemann-Schule in Rüsselsheim häufig Schülerreisen nach Berlin und zu Gedenkstätten der Opfer des Nazi-Regimes. Müller war außerdem zehn Jahre lang SPD-Stadtverordneter in Mörfelden-Walldorf und von 1983 bis 1993 Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen. Nach seinem Ruhestand engagierte er sich weiter im Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie und wurde 2011 dessen Sprecher für Südhessen.
Müller initiierte im Verein zahlreiche Veranstaltungen, vor allem auch in Darmstadt. Zuletzt zu jüdischen Anwälten der Stadt und zu Verschwörungsmythen. „Querdenker-Demos machen deutlich, wie wichtig es ist, sich mit demokratiegefährdenden Strukturen auseinander zu setzen“, sagte Müller der FR. Kommendes Jahr plane man eine Reihe zum Thema Rassismus.

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