
KI-Zoff: Anthropic-Chef verweigert Pentagon uneingeschränkten Zugriff – Ministerium droht
ProSieben
Die KI-Firma Anthropic positioniert sich gegen Massenüberwachung und autonome Waffen. Das Pentagon fordert vollen Zugriff und droht mit Konsequenzen.
Der KI-Anbieter Anthropic mit dem Chatbot Claude gerät wegen der Nutzung seiner Software mit dem US-Verteidigungsministerium aneinander. Das Unternehmen wolle klare Grenzen durchsetzen und lehne den Einsatz seiner Künstlichen Intelligenz für Massenüberwachung in den USA sowie für vollständig autonome Waffen ab, schrieb Mitgründer und Chef Dario Amodei in einem Blogeintrag. Das Pentagon habe daraufhin gedroht, Anthropic als Risiko für die Lieferkette einzustufen – mit potenziell gravierenden Folgen für das US-Geschäft der Firma. Mit Amodeis Veröffentlichung bestätigten sich zuvor kursierende Medienberichte über den Konflikt. Aus dem Verteidigungsministerium folgte umgehend scharfe Kritik. Der ranghohe Beamte Emil Michael warf Amodei auf der Plattform X einen "Gott-Komplex" vor und unterstellte ihm, das US-Militär persönlich kontrollieren zu wollen.




