
Jörg Urban bleibt mit sinkendem Zuspruch AfD-Chef in Sachsen
n-tv
Die sächsische AfD setzt auf personelle Kontinuität und macht Jörg Urban erneut zum Parteichef. Sei Ergebnis ist jedoch ein starker Dämpfer. Dennoch will er nächster Regierungschef in Sachsen werden.
Die sächsische AfD setzt auf personelle Kontinuität und macht Jörg Urban erneut zum Parteichef. Sei Ergebnis ist jedoch ein starker Dämpfer. Dennoch will er nächster Regierungschef in Sachsen werden.
Dresden (dpa/sn) - Jörg Urban bleibt für weitere zwei Jahre Parteichef der AfD in Sachsen. Der 61-Jährige wurde auf einem Landesparteitag in Löbau mit 76,5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Das ist das schlechteste Ergebnis, das er seit Übernahme des Landesvorsitzes 2018 erreichte. Bei seiner letzten Wahl 2024 kam er auf gut 91 Prozent. Sein bislang schwächstes Ergebnis waren 87,5 Prozent im Jahr 2020 bei der ersten Wiederwahl.
Als Zweiter wurde Generalsekretär Jan Zwerg in den Vorstand gewählt. Er erhielt nur 66,1 Prozent.
Urban nahm das Ergebnis äußerlich gelassen hin. "Das Ergebnis entspricht dem, was ich erwartet habe. Also, es ist in Ordnung, es ist ein stabiles Ergebnis, damit kann man arbeiten und die Mitglieder, die jetzt vielleicht ein bisschen das Vertrauen noch nicht haben, die gewinnen wir noch", sagte er. Er wolle bei der Landtagswahl 2029 als Spitzenkandidat der AfD antreten. Bis dahin fließe "noch viel Wasser die Elbe runter", versuchte er das Ergebnis zu relativieren.
"Man darf das nicht so dramatisch sehen. Wir sind unheimlich gewachsen in den letzten Jahren", er könne mit dem Ergebnis sehr gut leben, betonte Urban. Amtsmüdigkeit verspüre er nicht. "Ich fühle mich motiviert wie noch nie und ich glaube, das geht den meisten unserer Mitglieder ganz genauso."













