
Große Sorge um Deutschland: Nahost-Krieg bedroht unsere Wirtschaft
RTL
Der Krieg in Nahost bremst die Wirtschaftserholung wahrscheinlich. Sollten die Öl- und LNG-Lieferungen aus Nahost länger unterbrochen sein, drohe ein „Energiepreisschock“ mit massiven Folgen, warnen Forschungsinstitute.
Der Krieg in Nahost bremst die Wirtschaftserholung wahrscheinlich. Sollten die Öl- und LNG-Lieferungen aus Nahost länger unterbrochen sein, drohe ein „Energiepreisschock“ mit massiven Folgen, warnen Forschungsinstitute. Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute werden ihre Konjunkturprognosen wegen des Iran-Kriegs voraussichtlich senken. Ökonomen des Ifo-Instituts, des IMK und des RWI sagten dem Nachrichtenportal Politico, sie rechneten mit einem Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt zwischen 0,2 und 1,0 Prozentpunkten - je nach Dauer des Krieges. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagte: „Wir gehen derzeit von einem Anstieg der Inflationsrate auf knapp 2,5 Prozent aus.“ Dies würde das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um rund 0,2 Prozentpunkte verlangsamen, „sodass wir mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im nächsten Jahr rechnen“. Sollten die Preise für fossile Energie allerdings über einen längeren Zeitraum stark erhöht bleiben, hält das Ifo-Institut eine Inflationsrate von 3,0 Prozent für möglich - „dies würde das Wachstum um weitere 0,2 Prozentpunkte auf nur noch 0,6 Prozent in diesem Jahr und um 0,4 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent im kommenden Jahr bremsen“, warnte Wollmershäuser. Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie der Hans-Böckler-Stiftung (IMK), sagte dem Portal: Halte der Krieg länger an „und sind die Öl- und LNG-Lieferungen aus der Region längere Zeit unterbrochen, kann der Energiepreisschock groß genug sein, um die Erholung in Deutschland zum Erliegen zu bringen“.

Der Iran greift weiter Ziele in den Staaten rund um den Persischen Golf an. Erneut scheint es eine Attacke auf Dubais wichtigen Flughafen gegeben zu haben. Der Flugbetrieb wird vorerst ausgesetzt. Am Vormittag (10 Uhr Ortszeit/ 7 Uhr MEZ) sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates mitteilte.












