
Gelbe Karte bei Tour schützt nicht vor Knochenbrüchen
n-tv
Kaum eine Etappe ohne bitteres Ende: Die erste Woche der Tour de France ist geprägt von schweren Stürzen und prominenten Ausfällen – die Sicherheitsfrage rückt stärker in den Fokus. Die Rennjury reagiert mit Gelben Karten. Doch ist das sinnvoll?
Mitten in einem Zwischensprint auf der 3. Etappe der Tour de France geschieht das Unvermeidliche. Bei rund 60 Stundenkilometern geraten zwei Fahrer aneinander - Sekundenbruchteile, in denen sich alles entscheidet. Jasper Philipsen, einer der großen Favoriten auf das Grüne Trikot, stürzt schwer. Der belgische Hochgeschwindigkeits-Fahrer schlägt auf dem Asphalt auf, rutscht mehrere Meter über die Straße, bleibt schließlich am Streckenrand liegen. Das Trikot zerrissen, der Rücken blutig, das Schlüsselbein und mindestens eine Rippe gebrochen.
Schlimme Bilder lieferte auch die 7. Etappe. Joao Almeida, der wichtigste Berghelfer von Superstar Tadej Pogacar, stürzte schwer. Er war in der hektischen Schlussphase wie auch einige andere Fahrer zu Fall gekommen. Aber anders als Philipsen hatte er Glück. Wie Adrian Rotunno, Teamarzt von UAE Emirates, erklärte, ist der Portugiese "ohne ernsthafte Verletzungen" davongekommen. Almeida habe "einen unkomplizierten Rippenbruch auf der linken Seite" erlitten sowie "einige schwere Schürfwunden am Körper" davongetragen, aber keine Gehirnerschütterung. "Wir werden ihn weiterhin sorgfältig beobachten", erklärte Rotunno.
Für Philipsen dagegen ist alles vorbei. Und das nahm seine Rivalen emotional schwer mit. Im Ziel ist es sein großer Konkurrent Biniam Girmay, der die Dramatik der Szene in Worte fasst: "Es sah schlimm aus, wie er da lag. In Situationen wie solchen rast mein Puls mit 300 Schlägen pro Minute." Es ist ein Moment, der das gesamte Fahrerfeld aufschreckt - und ein Sinnbild ist für die erste Tour-Woche: brutal, nervös, überladen mit Risiko. Philipsens Aus fällt schwer ins Gewicht, sportlich wie emotional. Und doch steht nach solchen Stürzen nicht die Analyse der Ursachen im Mittelpunkt, sondern etwas anderes: die Suche nach einem Schuldigen.

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