
Frauen-Bundesliga: Scherbenhaufen nach erneuter Eskalation
RTL
Wie geht es weiter mit der Bundesliga der Fußballerinnen? Nach dem geplatzten Deal mit dem DFB steht die Liga vor neuen Verhandlungen und unklarer Zukunft.
Wie geht es weiter mit der Bundesliga der Fußballerinnen? Nach dem geplatzten Deal mit dem DFB steht die Liga vor neuen Verhandlungen und unklarer Zukunft. Das Desaster für Verband und Vereine ist perfekt, die Bundesliga der Fußballerinnen steht seit der erneuten Eskalation vor einem Scherbenhaufen. Weil die geplante Zusammenarbeit zwischen den 14 Erstligisten und dem Deutschen Fußball-Bund zum zweiten Mal geplatzt ist, muss die Zukunft weiter warten. Die Professionalisierung stockt - mit bitteren Folgen für die Eliteliga. Knapp über 100 Millionen Euro, die der DFB für die kommenden acht Jahre über die ursprünglich angedachte GmbH in die Liga gepumpt hätte, fließen vorerst nicht in deren Entwicklung. Da hilft es kaum, dass der DFB ankündigte, «in den kommenden Jahren einhundert Millionen Euro in die Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußball zu investieren». Zunächst muss der Verband dafür Projekte definieren, neu planen, umdenken. Wertvolle Zeit geht verloren. Zur neuen Bundesliga-Saison ändert sich: erst mal nichts. Die Lizenzierungsvorgaben für die Bundesligisten bleiben unangetastet. Und damit auch ambitionierte Projekte wie Mindestlohn (3.000 brutto monatlich), Ausbau des Trainerstabs, größere Stadien und bessere Nachwuchsstrukturen, zu denen der DFB die Clubs gern verpflichtet hätte, weiter Kür statt Pflicht. Die ersten Auswirkungen des andauernden Streits gibt es längst: Der DFB hat den geplanten Ablauf des TV-Rechte-Verkaufs gestoppt. Die Auktion soll nicht wie geplant im Frühjahr, sondern erst im Herbst erfolgen - wenn vielleicht eher abzusehen ist, wann die Bundesliga-Reformen tatsächlich greifen sollen.













