
Frankfurter Weihnachtsmarkt: Regeln werden eingehalten
Frankfurter Rundschau
Schärfere Regeln sollen die Corona-Infektionen in Schach halten. Muss jetzt auch der Weihnachtsmarkt sofort beendet werden? Nein, sagt unser Autor.
Frankfurt am Main - Auf dem Weihnachtsmarkt passiert gerade etwas, das leider viel zu selten zu beobachten ist: Regeln werden tatsächlich eingehalten, da es Kontrollen gibt. Das betrifft insbesondere die Maskenpflicht. Die Präsenz von Polizei- und privaten Ordnungskräften ist derart groß, dass so gut wie alle Besucher:innen angesprochen werden, bei denen auch nur die Nase über der Maske hängt. Auch achten die Betreiberinnen und Betreiber der Stände darauf, dass die Verzehrbereiche nicht zu voll werden. Mag sein, dass es im Internet Bilder gibt, die einen anderen Eindruck erzeugen. Bei einer Großveranstaltung wird es solche Momentaufnahmen immer geben. Grundsätzlich aber ist der Weihnachtsmarkt ein Ort, an dem die Gefahr durch Corona ernst genommen wird.
Im Übrigen könnte man die Regeln auch nachschärfen. Möglich wäre die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, die sehr gut schützt. Und wieso heißt es immer, man könne den Römerberg, das Epizentrum des Marktes, nicht absperren, wenn es zu voll wird? Als die Eintracht dort 2018 ihren Pokalsieg feierte, wurde das gemacht. Und schließlich könnte die Veranstaltung abends früher beendet werden, wenn Abstände nicht mehr einzuhalten sind.
Das alles wären mildere Mittel als ein Abbruch. Doch wenn wir ehrlich sind, geht es bei der Forderung, den Markt zu beenden, gar nicht um die tatsächliche Infektionsgefahr. Dass diese bei Veranstaltungen im Freien mit Maskenpflicht gering ist, ist doch weitgehend Konsens.













