
Draisaitl stellt nach Olympia-Enttäuschung das Team infrage
n-tv
Die Olympischen Winterspiele enden für das deutsche Eishockey-Team bereits im Viertelfinale. Das viel gepriesene beste Team aller Zeiten findet nicht in die Spur. Kapitän Leon Draisaitl wird nun deutlich.
Die Olympischen Winterspiele enden für das deutsche Eishockey-Team bereits im Viertelfinale. Das viel gepriesene beste Team aller Zeiten findet nicht in die Spur. Kapitän Leon Draisaitl wird nun deutlich.
Kapitän Leon Draisaitl erklärt den enttäuschenden Olympia-Auftritt der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft mit einem fehlenden Konzept. "Auf dem Niveau ist das zu schwer, wenn nicht alle auf der gleichen Seite sind und alle wissen, wie wir spielen wollen", sagte der NHL-Profi der Edmonton Oilers nach dem 8:1 seiner Mannschaft bei den Los Angeles Kings. "Ich glaube, dass wir zu lange gebraucht haben, um so wirklich zu finden, was wir sind als Mannschaft und wie wir spielen wollen."
Auf die Frage, wer sich diese Kritik gefallen lassen müsse, antwortete der Kölner nach einer Partie mit vier Torbeteiligungen: "Alle. Das geht über Spieler, Trainer hätten mit Sicherheit auch mehr machen können. Aber im Endeffekt sind es wir Spieler, die draußen sind und wir müssen als Mannschaft das aufs Eis bringen, was unsere beste Leistung ist." Das hätten die Profis nicht geschafft und "das geht auf unsere Kappe".
Sein Teamkollege Moritz Müller hatte schon während der Vorrunde Kritik geübt: "Im Vorfeld ist viel darüber gesprochen worden, wie gut diese Mannschaft ist. Die besten Mannschaften, die ich bei Deutschland erlebt habe - das war 2018 und 2023. Da muss diese Mannschaft erst noch hinkommen", hatte Müller nach dem 1:5 im letzten Vorrundenspiel gegen Weltmeister USA gesagt. "Wir haben ganz tolle Eishockeyspieler, die mit zu den besten auf der Welt gehören. Aber wir können nicht denken, dass jedes Mal, wenn jemand von denen auf dem Eis ist, dass wir denen jedes Mal die Scheibe geben und dann ein Wunder passiert."
Deutschland war bei den Olympischen Spielen in Mailand im Viertelfinale als favorisiertes Team an der Slowakei gescheitert. Statt sich direkt fürs Viertelfinale zu qualifizieren, hatte das DEB-Team den Umweg über die Playoffs nehmen müssen. Dort hatte sich das Team von Bundestrainer Harold Kreis mit 5:1 durchgesetzt - der erhoffte Umschwung im Turnier war aber ausgeblieben. Gegen die Slowakei war dann nach einer 2:6-Klatsche aus - und damit auch die Chance auf eine Medaille vergeben.













