
Deutschland an der Spitze angekommen – aber immer noch nicht vorbereitet
Die Welt
Fast genau ein Jahr nach Verkündung der „Zeitenwende“ kommen die wichtigsten Sicherheitspolitiker in München zusammen. Der Krieg in der Ukraine ist zum zentralen Kampf der freien Welt geworden. Doch es zeigt sich: Deutschland und Europa sind noch immer nicht für diese Herausforderung gerüstet.
Eigentlich müsste diese Sicherheitskonferenz in einer anderen Zeit stattfinden, in einem anderen Land. Eigentlich. Denn vor fast einem Jahr hatte Bundeskanzler Olaf Scholz kurz nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Deutschen Bundestag erklärt: „Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor.“ Mit Russlands Angriff habe sich eine „Zeitenwende“ ereignet.
Und auch Deutschland müsse sich deshalb verändern: „Im Kern geht es um die Frage, ob Macht Recht brechen darf. Oder ob wir die Kraft aufbringen, Kriegstreibern wie Putin Grenzen zu setzen. Das setzt eigene Stärke voraus.“ In den Monaten seither hat Deutschland einiges getan, um sich für die neue Herausforderung zu ermächtigen und um den ukrainischen Verbündeten zu stärken.













