Das ist die Lehre aus dem Gold-Crash
Die Welt
Der Goldpreis bricht massiv ein und fällt zeitweise auf 4500 Dollar. Es ist der schärfste Rückgang seit langem. Niemand weiß, wie tief der Preis noch fallen kann. Doch Anleger sollten die Chance darin sehen – wie die Jahre 2008 und 2020 gezeigt haben.
Der Goldpreis bricht massiv ein und fällt zeitweise auf 4500 Dollar. Es ist der schärfste Rückgang seit langem. Niemand weiß, wie tief der Preis noch fallen kann. Doch Anleger sollten die Chance darin sehen – wie die Jahre 2008 und 2020 gezeigt haben. Wer in den vergangenen Jahren Gold kaufen wollte, ob als Papiergold oder physisch in Form von Münzen und Barren, stand meist vor einem Dilemma: Das Metall war schlicht immer zu teuer, weil es quasi wie an der Schnur gezogen im Wert stieg. Wer beim Stand von 3000 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) gezögert hatte, dem lief der Preis auf 4500 Dollar davon. Wer bei 4500 mit sich haderte, sah die Notierung auf 5500 Dollar hochlaufen. Der Markt hatte sich in eine Eigendynamik hineingespielt, die mit rationalem Anlegerverhalten kaum noch etwas zu tun hatte. Die klassische Funktion von Gold als unaufgeregter, sicherer Hafen wurde in der beispiellosen Rallye vom FOMO-Phänomen (Fear of missing out), der Angst, die Kurse könnten einem davonlaufen, überdeckt. Gold war zum Spekulationsobjekt geworden. FOMO ist nun einer anderen, existenzielleren Angst gewichen: der Panik vor dem Crash. Was sich Anfang Februar kurz andeutete und sich binnen Tagen wieder einpendelte, schlägt nun voll durch. Der Goldpreis stürzt ab, am Mittwoch noch überschaubar, am Donnerstag aber gleich um über sechs Prozent auf zeitweise 4500 Dollar. Silber, den volatileren „kleinen Bruder“ des gelben Metalls, traf es sogar noch ärger.













