
Britischer Tourist filmt Drohnenangriff in Dubai – jetzt drohen ihm Jahre im Gefängnis
RTL
Ein britischer Urlauber filmt iranische Drohnen über Dubai. Kurz darauf wird er festgenommen. Wegen des Videos drohen ihm nach den strengen Cybercrime-Gesetzen der Vereinigten Arabischen Emirate Jahre im Gefängnis.
Er will nur festhalten, was gerade über seinen Kopf passiert.Doch dieses Video könnte sein Leben jetzt komplett verändern. Ein britischer Tourist filmt angeblich den Einschlag einer iranischen Drohne in Dubai und landet kurz darauf in Haft. Jetzt droht dem 60-Jährigen eine lange Gefängnisstrafe. Eigentlich ist der 60-jährige Brite nur als Tourist in Dubai. Doch am Montagabend (9. März) klicken die Handschellen. Der Vorwurf: Er soll mit seinem Smartphone Aufnahmen von iranischen Drohnen und Raketen über der Stadt gemacht haben. Laut der Organisation „Detained in Dubai” entdecken Ermittler die Aufnahme später auf seinem Handy. Lese-Tipp: Erster Dubai-Influencer spricht von Drohungen der Scheichs Der Londoner selbst sagt, er habe das belastende Material sofort gelöscht, als er dazu aufgefordert wurde und beteuert, nichts falsch gemacht zu haben. Doch das reicht offenbar nicht. Er ist einer von 21 Beschuldigten, die nun die volle Härte der Cybercrime-Gesetze der Vereinigten Arabischen Emirate zu spüren bekommen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten gelten strenge Regeln für Fotos, Videos und Social Media-Posts über Krisen oder militärische Angriffe. Dem Briten wird laut Behörden vorgeworfen, „Gerüchte oder provokante Propaganda zu verbreiten, die die öffentliche Sicherheit stören könnten.” Das kann laut Cybercrime-Gesetz mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

Der Iran greift weiter Ziele in den Staaten rund um den Persischen Golf an. Erneut scheint es eine Attacke auf Dubais wichtigen Flughafen gegeben zu haben. Der Flugbetrieb wird vorerst ausgesetzt. Am Vormittag (10 Uhr Ortszeit/ 7 Uhr MEZ) sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates mitteilte.












