
Bochums Befreiungsschlag setzt die Konkurrenz im Keller unter Druck
Die Welt
Dem VfL Bochum gelingt ein wichtiger Sieg im engen Abstiegskampf. In Köln bezwingt der Ruhr-Klub seine Auswärtsschwäche und klettert in der Tabelle nach oben. Beim Führungstreffer erlebt der VfL ein Novum in dieser Saison.
Erster Elfer, zweiter Auswärtssieg: Das bisherige Schlusslicht VfL Bochum hat in der Fußball-Bundesliga einen erlösenden Sieg gefeiert und den 1. FC Köln möglicherweise mit in den Abstiegskampf gezogen. Die Bochumer gewannen nach zuvor vier Spielen ohne Punkt und Tor am Freitagabend mit 2:0 (1:0) beim FC und machten vorübergehend einen Sprung auf Platz 14. Der Druck für die Keller-Konkurrenten Schalke, Hoffenheim, Stuttgart (je 19 Punkte) und Hertha (20) nimmt also zu. Kevin Stöger (9. Minute/Foulelfmeter) und Erhan Masovic (76.) trafen für die Gäste. Die Kölner sind jetzt nur noch fünf Zähler entfernt. Der FC hat in sechs von sieben Rückrunden-Spielen nicht getroffen und wartet seit fast 800 Minuten auf ein Stürmer-Tor. „Es hat das letzte Quäntchen in der Box gefehlt. Das Glück liegt nicht auf unserer Seite. Der Ball fällt nicht vor unsere Füße, sondern zum Gegner“, sagte Davie Selke bei DAZN.
Mit elf Niederlagen aus zwölf Spielen waren die Bochumer als schwächste Auswärts-Mannschaft der Liga nach Köln gereist – trotzdem setzten sie früh den ersten Stich. Stöger schoss per Foulelfmeter das erste Bochumer Tor nach 375 Minuten. Es war der erste Strafstoß überhaupt für die Westfalen in dieser Saison, nachdem sie bereits deren zwölf verschuldet hatten. Für Bochums Trainer Thomas Letsch, der nun gegen alle Konkurrenten einmal gespielt hat, gilt weiter die Devise: Alles oder nichts. Noch nie hat der VfL unter ihm Unentschieden gespielt. Zehn Niederlagen stehen nun sieben Siege gegenüber.




