
Aschaffenburg startet Ausschreibung für Gedenkort
n-tv
Der tödliche Messerangriff auf ein Kleinkind und einen Mann in Aschaffenburg erschüttert Anfang 2025 Deutschland. Nun sucht die Stadt nach Ideen für einen Erinnerungsort.
Der tödliche Messerangriff auf ein Kleinkind und einen Mann in Aschaffenburg erschüttert Anfang 2025 Deutschland. Nun sucht die Stadt nach Ideen für einen Erinnerungsort.
Aschaffenburg (dpa/lby) - Nach einem Künstlerwettbewerb für einen Gedenkort zum tödlichen Messerangriff im Park Schöntal in Aschaffenburg soll im Herbst feststehen, wie die Erinnerung an die Opfer aussehen könnte. Spätestens am 22. Januar 2028 soll dieser Erinnerungsort dann fertiggestellt sein. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 300.000 Euro, wie in einer Stadtratssitzung am Montagabend deutlich wurde. Das Plenum entschied sich einstimmig dafür, die Ausschreibung für den Erinnerungsort zu veröffentlichen.
Am 22. Januar 2025 hatte ein Afghane in dem städtischen Park eine ihm unbekannte Gruppe von Kleinkindern mit einem Messer angegriffen. Er tötete einen zwei Jahre alten deutschen Jungen marokkanischer Herkunft und einen 41-jährigen Deutschen, der den Kindern helfen wollte. Zudem verletzte der Flüchtling ein damals zweijähriges Mädchen aus Syrien, einen weiteren Helfer (damals 72, deutsch) und eine Erzieherin (damals 59, deutsch).
Weil der Beschuldigte bei dem Angriff aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig war, ließ ihn das Landgericht Aschaffenburg in einer geschlossenen Abteilung einer forensischen Psychiatrie unterbringen.
Geplant ist laut Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD) kein klassisches Mahnmal, sondern ein offener Ort, der Gedenken, Begegnung, Bildung und Hoffnung miteinander verbindet. "Wir wollen einen Ort schaffen, der die Opfer würdigt und zugleich unsere Verantwortung als Stadtgesellschaft sichtbar macht. Es geht um Menschlichkeit, Zusammenhalt und Zivilcourage."













