
AfD-Chef fordert Abzug der US-Armee aus Deutschland
n-tv
In Deutschland sind derzeit noch fast 40.000 Soldaten der US-Streitkräfte stationiert. Doch Tino Chrupalla will das Militär vollständig aus dem Land werfen. Für 2029 ruft er gleich zwei Ziele aus.
In Deutschland sind derzeit noch fast 40.000 Soldaten der US-Streitkräfte stationiert. Doch Tino Chrupalla will das Militär vollständig aus dem Land werfen. Für 2029 ruft er gleich zwei Ziele aus.
AfD-Chef Tino Chrupalla hat sich gegen die weitere Stationierung von US-Streitkräften in Deutschland gewandt. "Fangen wir an, das umzusetzen - mit dem Abzug der US-Truppen aus Deutschland", sagte der Bundessprecher laut "Bild"-Zeitung in seiner Rede beim sächsischen Parteitag. Im Grundsatzprogramm der AfD heißt es: "Die AfD setzt sich für den Abzug aller noch auf deutschem Boden stationierten alliierten Truppen und insbesondere deren Atomwaffen ein."
Chrupalla forderte eine Änderung der Positionierung Deutschlands und eine Orientierung an Spanien. Das von einem sozialistischen Ministerpräsidenten regierte Land hatte sich gegen den Krieg der USA und Israels gegen den Iran ausgesprochen und Washington die Nutzung von Militärbasen untersagt.
In Deutschland sind derzeit rund 38.000 Soldaten aus den USA stationiert. Die Stützpunkte der US-Armee finden sich besonders in Rheinland-Pfalz, mit der wichtigen Ramstein Air Base, in Bayern sowie in Baden-Württemberg. In Sachsen, wo Chrupalla seine Rede hielt, und in ganz Ostdeutschland sind keine US-Truppen dauerhaft stationiert. Eine Stationierung von Nato-Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR ist im Rahmen des Zwei-plus-Vier-Vertrags untersagt.
Verschiedene Vertreter der AfD sind seit der Amtsübernahme durch US-Präsident Donald Trump immer wieder nach Washington gereist, sie halten enge Verbindungen zu den Anhängern des Präsidenten. Chrupalla nahm an der Amtseinführung des Republikaners teil.













