
„Verdammt dickes Ding“: Luxusautos, Schmuck und Gold bei Großrazzien beschlagnahmt
Frankfurter Rundschau
In drei Bundesländern durchsuchen die Ermittlungsbehörden Gebäude. Es kommt zu zehn Festnahmen.
+++ 15.00 Uhr: Bei einer Razzia gegen Mitglieder eines international agierenden Geldwäschenetzwerks in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sind elf Beschuldigte festgenommen worden. Das Netzwerk soll Gelder aus Straftaten gewaschen oder dafür zur Verfügung gestellt haben, wie NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf sagte. In Einzelfällen sei damit auch Terrorismus finanziert worden. „Das war ein verdammt dickes Ding heute, an dem lange und unter strenger Geheimhaltung gearbeitet wurde“, sagte NRW-Innenminister Herbert Ruel (CDU). Der Terrorfinanzierung sei mit dem Einsatz „ein extrem ergiebiger Geldhahn abgedreht“ worden.
Ab dem frühen Mittwochmorgen durchsuchten nach Angaben des Innenministers mehr als 1400 Beamte insgesamt 81 Häuser, Wohnungen, Büros und Geschäftsobjekte in 25 Städten. Neben Spezialeinheiten, Steuerfahndern und Kräften des Staatsschutzes waren auch mehrere Einsatzhundertschaften sowie Drogen- und Geldspürhunde beteiligt.
Nach Angaben der den Einsatz leitenden Düsseldorfer Polizei wurden umfangreiche Beweismittel und Vermögenswerte im Gesamtwert von über zwei Millionen Euro beschlagnahmt, darunter Luxusautos, hochwertige Uhren, Gold und Schmuck. Bei einem Beschuldigten sei eine Stereoanlage im Wert von hunderttausend Euro gefunden worden, sagte der Innenminister.Der Großeinsatz richtete sich nach Polizeiangaben gegen 67 mutmaßliche Mitglieder eines seit 2016 international agierenden Netzwerks. Im Rahmen eines weit verzweigten Geflechts von Waren- und Geldflüssen sollen sie unerlaubte Zahlungsdienste erbracht und Gelder aus Straftaten gewaschen haben.













