
„Sie sind das perfekte Opfer russischer Propaganda“, ruft Lanz in Richtung Wagenknecht
Die Welt
Nach ihrer Rede im Bundestag steht Sahra Wagenknecht im Hagel der Kritik, auch in den eigenen Reihen. Bei Markus Lanz findet die Debatte einen neuen Höhepunkt. „Es gibt nur einen Menschen, der Wohlstand und Zukunft ruiniert und der heißt Putin“, wirft der Moderator Wagenknecht vor.
Es ist einige Tag her, dass Sahra Wagenknecht (Die Linke) die Bundesregierung als „die dümmste Regierung Europas“ betitelte. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bekam sein Fett weg: In der Wirtschaft sei es leider nicht wie in der Politik, so Wagenknecht: „Ein Minister, der nicht mehr liefert, muss keine Insolvenz anmelden. Sie sind das beste Beispiel dafür.“ Das größte Problem sei laut Wagenknecht die „grandiose Idee, einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten vom Zaun zu brechen“ über Sanktionen gegen Russland. Die Rede schlug hohe Wellen und sorgt bis heute für Unmut – auch innerhalb der Linkspartei.
Genau in dem Stil machte Wagenknecht im ZDF bei Markus Lanz am Dienstagabend weiter. In der Sendung geht es vor allem um Wagenknecht und ihre Haltung zu Russland. Die beiden anderen Gäste, die Journalistin der „Rheinischen Post“ Kerstin Münstermann und der Berater des inhaftierten Kreml-Kritikers Nawalny, Leonid Wolkow, kommen in der Runde kaum zu Wort. Der Hauptredeanteil liegt klar bei Wagenknecht und Lanz, der die Linken-Politikerin immer wieder versucht, in die Ecke zu drängen.
