
„Besonders widerwärtig“ – 19 von 20 Gewalttaten kommen nicht zur Anzeige
Frankfurter Rundschau
Das Ergebnis von 15.000 Befragungen: Die Dunkelziffer bei Gewalt ist wesentlich höher als gedacht. Junge Menschen und Frauen sind besonders oft betroffen.
Berlin – Man habe die Taschenlampe ins Dunkel gehalten, sagte Familienministerin Karin Prien (CDU) am Dienstagvormittag, und stieg damit in die Vorstellung einer neuen Dunkelfeldstudie ein. Die repräsentative Studie, an der 15.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen 16 und 85 Jahren teilnahmen, sollte aufdecken, wie viele Menschen in Deutschland gewaltbetroffen sind oder es schon einmal waren. Bereits zwei Monate zuvor, als die offiziellen Zahlen des Bundeskriminalamts zum Thema Gewalt an Frauen vorgestellt wurden, sprachen Prien und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von einer hohen Dunkelziffer. Die meisten Gewalttaten, ob psychisch oder physisch, werden in Deutschland jedoch erst gar nicht angezeigt. Das bestätigt die neue Studie.













