
Zwischen Konflikten und Medaillen: Team D startet in Italien
RTL
Keine Athleten beim Einmarsch, politische Spannungen und Sonne statt Schnee: Vor dem Start der Paralympics in Italien steht nicht nur der Sport im Fokus. Deutschland hat aber ein klares Ziel.
Keine Athleten beim Einmarsch, politische Spannungen und Sonne statt Schnee: Vor dem Start der Paralympics in Italien steht nicht nur der Sport im Fokus. Deutschland hat aber ein klares Ziel. Bei der Suche nach dem Quartier von Team D im Paralympischen Dorf von Cortina d'Ampezzo hält man vergeblich Ausschau nach einer deutschen Fahne. Erst im hinteren Drittel des Areals markieren schwarz-rot-goldene Wimpelketten die Unterkünfte von Alpin-Ass Anna-Lena Forster und ihren Mitstreitern. „Das Dorf in Cortina ist schön. Es gefällt allen. Man fühlt sich wie auf dem Campingplatz. Wenn man die Mobile Homes verlässt, ist man direkt draußen“, heißt es aus dem deutschen Team. Bei der Eröffnungsfeier der 14. Winter-Paralympics im antiken Amphitheater von Verona an diesem Freitagabend (20.00 Uhr/ZDF) wird die deutsche Fahne dann zwar wehen - jedoch nicht wie üblich in den Händen eines Athleten-Duos hereingetragen. Ausgerechnet zum 50. Jubiläum der Winterspiele für Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap wird keine Nation mit Athleten einmarschieren. Die Fahnenträger werden nur per Video auf einer Leinwand gezeigt, während Freiwillige die Fahnen hereintragen. Ziel sei es, „Einheitlichkeit zwischen den Delegationen zu gewährleisten“, teilte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) der Deutschen Presse-Agentur mit. Hintergrund der Entscheidung sind demnach logistische Gründe - vor allem mit Blick auf die langen Reisezeiten zwischen den Wettkampforten Mailand, Cortina und Tesero sowie Verona. Viele Delegationen hätten wegen Wettkämpfen am folgenden Morgen keine Aktiven zur Feier entsandt, hieß es. Doch zur Wahrheit gehört auch: Als Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge hatten mehrere Länder - auch Deutschland - angekündigt, nicht am Einmarsch teilzunehmen oder der Feier gar ganz fernzubleiben. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) wird nur mit Repräsentanten in der Arena sein: Verbandspräsident Hans-Jörg Michels und Ehrenpräsident Friedhelm Julius Beucher.













