
Zahl deutscher Soldaten mit Nebenjob steigt kontinuierlich
Die Welt
Die Arbeitszeit deutscher Soldaten wird seit 2016 durch die Umsetzung einer EU-Richtlinie geregelt. Nach Informationen der Bundesregierung ist seitdem die Zahl von Soldaten mit einem oder mehreren Nebenjobs stark gestiegen. Ist es angesichts des Krieges Zeit gegenzusteuern?
Für Bundeswehr-Soldaten gilt die 41-Stunden-Woche: Diese Beschränkung der Arbeitszeit ist seit Anfang 2016 infolge der Umsetzung der sogenannten Europäischen Arbeitszeitrichtlinie in Kraft. Soldaten, die Überstunden ansammeln, bekommen seitdem Ausgleich durch Freizeit statt Geld.
Nun legt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Schriftliche Frage der AfD-Fraktion im Bundestag nahe, dass Soldaten infolge dieser Regelung verstärkt Nebenjobs nachgehen. Das WELT vorliegende Schreiben aus dem Verteidigungsministerium von Boris Pistorius (SPD) zeigt: Die Zahl der Soldaten, die jeweils zum 31. Dezember des erfassten Jahres in einem aktiven Dienstverhältnis standen und einem oder mehreren Nebentätigkeiten nachgingen, ist seit Ende 2015 kontinuierlich gestiegen. Waren es damals 11.086 Soldaten mit Nebenjob, lag die Zahl Ende 2019 bereits bei 13.171. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 waren es 14.434 Soldaten. Das sind etwa 3500 mehr als zehn Jahre zuvor.

Ermittlungen, Abhörmaßnahmen, schwere Anschuldigungen: Der frühere BND-Präsident August Hanning sagt gegenüber WELT, dass er im Fall Christina Block zu Unrecht ins Visier der Justiz geraten sei. Er bestreitet die Beteiligung an einer Kindesentziehung oder deren Planung – und kritisiert seinerseits die Strafverfolger.

Trotz Unmuts in der AfD-Bundesspitze tritt die Landtagsabgeordnete Lena Kotré mit Rechtsextremist Martin Sellner auf. Aufforderungen aus ihrer Partei, sie habe allein das „Remigrationskonzept“ ihrer Partei zu vertreten, folgt sie nicht. Gegenüber früheren Äußerungen werden bei Sellner Widersprüche deutlich.











