
"Wir brauchen eine neue Warngrenze"
n-tv
Einen neuen Lockdown schließt Malu Dreyer im ntv "Frühstart" zwar nicht ganz aus, glaubt aber nicht, dass es dazu kommen wird. Sie hinterfragt dabei die Sieben-Tage-Inzidenz. Diese müsse stärker mit der Situation in den Krankenhäusern verglichen werden.
In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder leicht an und damit wächst auch die Angst vor einer vierten Welle. Mit Blick auf den Herbst fordert die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer daher neue Richtwerte für Corona-Maßnahmen: "Wir müssen uns gemeinsam mit dem Bund einigen, ab welcher Stelle einschränkende Maßnahmen erforderlich sind", sagte die SPD-Politikerin im "Frühstart" bei ntv. Inzidenzen würden dabei zwar weiter eine große Rolle spielen, doch die Zahlen müssten stärker mit der Situation in den Krankenhäusern verglichen werden. Vor allem aufgrund der erreichten Impfquote seien die bisherigen Maßstäbe veraltet. Bezogen auf die Inzidenzwerte sagte Dreyer: "Die Zahl 35 ist nicht mehr die gleiche 35 wie vor einem halben Jahr." Dreyer plädierte dafür, sich schnell auf einen neuen Richtwert zu einigen: "Wir müssen uns auf eine neue Warngrenze verständigen. Ich hoffe, dass das bis Ende August - zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz - gelingen wird."More Related News
