
Wimbledon bricht nach Tragödie mit uralter Regel
n-tv
Auf dem Heiligen Rasen von Wimbledon wird traditionell in Weiß gespielt, das ist seit mehr als 100 Jahren eherne Gewissheit. Doch angesichts des tragischen Todes des Fußballprofis Diogo Jota gestatten die Veranstalter des traditionsreichen Grand-Slam-Turniers eine Ausnahme.
Die strenge Kleiderordnung, wonach alle Spielerinnen und Spieler - mit Ausnahme von farbigen Details wie dem Ausrüsterlogo - komplett in Weiß anzutreten haben, ist in Wimbledon heilig: Seit mehr als 100 Jahren wird im All England Lawn Tennis and Croquet Club nach dieser Regel gespielt. Doch wegen des tragischen Todes des portugiesischen Fußballprofis Diogo Jota erlauben die Veranstalter den Tennisstars das Tragen einer Trauerbinde. Jota, der für den FC Liverpool spielte, starb in der Nacht auf Donnerstag gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder André Silva bei einem Autounfall - nur wenige Tage nach seiner Hochzeit. Jota hinterlässt seine Ehefrau und drei kleine Kinder.
Der portugiesische Doppelspezialist Francisco Cabral verkündete bereits, zu seinem nächsten Match mit einem Trauerflor anzutreten. "Das sind sehr, sehr traurige Nachrichten - nicht nur für die Sportwelt, sondern für ganz Portugal. Er war ein Idol, eine Ikone, einfach ein guter Mensch", sagte Cabral nach seinem Sieg in der ersten Runde der Doppel-Konkurrenz: "Ich weiß, was er durchgemacht hat, was er in seiner Karriere und in seinem Leben erreicht hat - das ist sehr inspirierend für mich."
