
Wie Telomere und Lebensstile zum Altern beitragen
n-tv
Altern ist der unaufhaltsame biologische Prozess des Verfalls, dessen Geschwindigkeit von vielen Faktoren abhängt. Die Zustände im All könnten diesen Prozess verlangsamen, doch es gibt dabei einen Haken.
Wie schnell ein Mensch altert, hängt nicht nur vom Kalender ab - auch die Biologie gibt Hinweise darauf, in welchem Zustand sich der Körper wirklich befindet. Einer dieser Hinweise liegt tief in unseren Zellen: die Telomere. Sie sitzen an den Enden der Chromosomen und schützen das Erbgut bei jeder Zellteilung. Mit der Zeit werden sie kürzer und gelten deshalb als Marker für das biologische Altern. Zahlreiche Studien zeigen: Menschen mit kürzeren Telomeren sind häufiger krank, altern schneller und haben ein höheres Risiko für altersbedingte Erkrankungen.
Eine neue Untersuchung mit Daten von mehr als 350.000 Menschen aus Großbritannien untermauert diesen Zusammenhang nun erneut - und liefert im Fachblatt "Neurology" gleichzeitig eine positive Botschaft: Zwar hatten Menschen mit besonders kurzen Telomeren ein höheres Risiko für altersbedingte Erkrankungen des Gehirns wie Schlaganfälle, Demenz oder Altersdepressionen.
Doch dieser Zusammenhang war bei jenen nicht zu beobachten, die gesund lebten, also etwa ausgewogen aßen und gute Blutdruck- sowie Cholesterinwerte aufwiesen. "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine gesunde Lebensweise die Alterung unserer Zellen verzögern und die Häufigkeit dieser Erkrankungen verringern könnte, insbesondere bei Menschen mit erhöhtem Risiko", wird Studienautor Christopher Anderson von der Harvard Medical School in einer Mitteilung zitiert.
