
Wie sich das linke Lager über Maaßens Kandidatur zerlegt
Die Welt
Die Maaßen-Kandidatur in Südthüringen löst massive Verwerfungen im linken Lager aus: Linke-Ministerpräsident Ramelow weist einen Aktivisten-Aufruf zurück, Wahlkampfhilfe für Maaßens SPD-Herausforderer zu leisten. Von SPD-Mann Lauterbach kommt prompt der Vorwurf der Nazi-Nähe.
Karl Lauterbach war stinksauer. Doch der Zorn des Mediziners, der in jüngerer Vergangenheit vor allem mit seinen Einschätzungen zur Pandemie Schlagzeilen gemacht hatte, richtete sich in dieser Woche nicht gegen „Querdenker“, Impfgegner oder Corona-Leugner.
Lauterbach nahm Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) ins Visier – und fuhr per Twitter das schwerste Geschütz auf, das im linken rot-grünen Diskurs zum Einsatz kommen kann: Der Vorwurf von Nazi-Nähe.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












