
Wie lassen sich Suizide verhindern?
n-tv
In Deutschland nimmt sich alle 51 Minuten ein Mensch selbst das Leben. Alle neun Minuten verliert jemand eine nahestehende Person durch Suizid. Vielen Gefährdeten könnte geholfen werden. Doch gesellschaftliche Tabus und fehlendes Geld stehen dem oft im Weg.
Jeder 100. Todesfall in Deutschland ist ein Suizid. Jährlich nehmen sich hierzulande rund 10.000 Menschen selbst das Leben. Durch Suizide sterben mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, Mord und Totschlag, AIDS und illegale Drogen zusammen. Die Zahl der Suizidversuche liegt bei etwa 100.000 pro Jahr. Das geht aus Zahlen des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (Naspro) hervor.
Suizide sind also kein Randphänomen. Und trotzdem ist das Thema noch immer mit einem Tabu belegt. Ein Tabu, das zu "Sprachlosigkeit, Verständnislosigkeit und mangelndem gesellschaftlichen Handeln" führe, sagt Naspro-Leiterin Barbara. Vielen Suizidgefährdeten fehle es noch immer an Möglichkeiten, ihre Probleme anzusprechen und damit notwendige Hilfe zu finden. Die Hintergründe seien vielfältig, oftmals spielten Scham und die Angst vor Zurückweisung eine große Rolle.
