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WHO hebt Gesundheitsnotstand wegen Affenpocken auf

WHO hebt Gesundheitsnotstand wegen Affenpocken auf

DW
Thursday, May 11, 2023 10:33:00 PM UTC

Nach Corona kamen die Affenpocken und die Welt wurde erneut in Alarmbereitschaft versetzt. Weil aber die schlimmsten Befürchtungen nicht wahr wurden, gibt die UN-Organisation Entwarnung.

Der Ausbruch der Viruskrankheit Affenpocken in mehr als 100 Ländern ist kein internationaler Gesundheitsnotstand mehr. Weil die gemeldeten Fallzahlen weltweit deutlich zurückgegangen sind, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den im Juli 2022 verhängten Notstand an diesem Donnerstag aufgehoben.

Der Notstand ist die höchste Alarmstufe, die die UN-Organisation verhängen kann. Sie macht Regierungen damit auf Bedrohungen aufmerksam. Welche Schutzmaßnahmen die Länder einleiten, entscheiden Regierungen selbst. Deshalb hat die Aufhebung auch keine direkten Folgen. Erst vergangenen Freitag hatte die WHO den Gesundheitsnotstand wegen der Corona-Pandemie nach mehr als drei Jahren aufgehoben.

Mpox - wie die WHO die Krankheit seit einigen Monaten nennt – waren bis Anfang 2022 praktisch nur aus einigen afrikanischen Ländern bekannt. Im Frühjahr entdeckten Ärztinnen und Ärzte dann plötzlich zahlreiche Fälle in anderen Ländern. Die Ausbreitung von Mpox so kurz nach der Corona-Pandemie führte zu großen Befürchtungen über eine neue weltweite Gesundheitsbedrohung. Seit dem Sommer sind die Zahlen aber deutlich gesunken.

Insgesamt wurden der WHO von Anfang 2022 bis zum 9. Mai 2023 gut 87.000 Fälle von Mpox-Infektionen sowie 140 Todesfälle aus 111 Ländern gemeldet. Weil es vielerorts wenig Testmöglichkeiten gibt und nicht alle Betroffenen sich melden, dürfte die weltweite Verbreitung nach Überzeugung von Fachleuten schon früher begonnen haben. Auch die wahre Zahl der Infektionen dürfte ihrer Ansicht nach höher liegen.

Die Krankheit wird durch das Affenpockenvirus ausgelöst. Das auffälligste Symptom sind Bläschen und Pusteln auf der Haut, darunter in der Genital- und Analregion. Mpox wird durch engen Körperkontakt übertragen. Überwiegend betroffen waren nach Angaben der WHO Männer, die Sex mit Männern haben. Es gibt eine Schutzimpfung gegen die Erkrankung.

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