
Werder Bremen droht nach 13 Spielen ohne Sieg der Absturz
Frankfurter Rundschau
Die Fans wollen die Mannschaft nicht mehr sehen. Der Trainerwechsel hat nichts gebracht. Werder Bremen kämpft gegen den dauerhaften Abstieg.
Wer Heimspiele des SV Werder Bremen im Weserstadion besucht, hört kurz vor Anpfiff nicht nur die Kulthymne „Lebenslang Grün-Weiß“, sondern irgendwann ertönt immer auch ein Wechselgesang zwischen Ost- und Westkurve. „Werder“ brüllen die einen, „Bremen“ entgegnen die anderen. Doch gerade droht das imaginär über den Rasen reichende Band zu reißen: Nach der nächsten ungenügenden Vorstellung im Abstiegskampf beim FC St. Pauli (1:2) ging ein Sprecher der Fangruppierung auf den Platz, um unmissverständlich klar zu machen, dass die Spieler gar nicht erst zu den mitgereisten Anhängern gehen sollen. Ein ebenso ungewöhnlicher wie bezeichnender Vorgang. Die Stimmung kippt. Die Mannschaft schlicht wie ein geprügelter Hund vom Kiez. Und Kapitän Marco Friedl, der im Winter ein verlockendes Angebot des VfL Wolfsburg ausgeschlagen hatte, sagte nach dem Sturz auf einen direkten Abstiegsplatz: „Wir haben verdient verloren und stehen verdient da, wo wir sind.“













