
Weiter zu wenig Niederschläge in Bayern
n-tv
Die Trockenheit sorgt weiterhin für Probleme - nicht nur bei den Bauern. Auch beim wichtigsten Speicher für das Trinkwasser in Bayern zeigen Messstellen zu wenig von dem kostbaren Nass.
Augsburg (dpa/lby) - Trotz der jüngsten Regenfälle in Bayern bereitet die Trockenheit der vergangenen Monate Umweltexperten Sorgen. Wie das Landesamt für Umwelt in Augsburg berichtete, fiel das gerade zu Ende gegangene Winterhalbjahr "deutlich zu trocken" aus. "Bis auf den zu nassen Januar 2025 waren alle anderen Wintermonate zu trocken", heißt es in dem jüngsten Niedrigwasser-Lagebericht für den Freistaat.
Die Fachleute analysieren das sogenannte hydrologische Winterhalbjahr, das immer von Anfang November bis Ende April dauert. Auch die spärlichen Schneefälle des vergangenen Winters dokumentieren die Trockenheit. So habe es in Würzburg nur einen Tag mit einer Schneedecke von mindestens einem Zentimeter gegeben, in Augsburg seien es vier Tage und in München sechs gewesen. Dagegen konnten die Menschen im oberfränkischen Hof mit 34 Schneetagen noch einen halbwegs normalen Winter erleben.
Doch die Schneearmut dokumentiert sich auch auf Deutschlands höchstem Berg. Die Station des Deutschen Wetterdienstes auf der Zugspitze habe am 5. Mai eine Schneehöhe von 116 Zentimetern registriert. Eine so geringe "Schneedeckenmächtigkeit" habe es dort an diesem Tag zuletzt im Jahr 1942 gegeben - damals waren es nur 85 Zentimeter.
