
Wegen Vogelgrippe: Stiko empfiehlt Grippeimpfung
n-tv
In Deutschland breitet sich die Vogelgrippe aus. Gefährdete Personen sollten unbedingt eine Doppelinfektion mit Grippe und Vogelgrippe vermeiden, raten Stiko und Apothekerverbände. Eine Impfung gegen Influenza könne zugleich verhindern, dass sich eine gefährlichere Variante von H5N1 bildet.
Wegen der Vogelgrippe rät die Ständige Impfkommission (Stiko) bestimmten Bevölkerungsgruppen, sich gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen, um mögliche Doppelinfektionen mit Vogel- und saisonaler Grippe zu vermeiden. "Die Stiko hat bereits zu Beginn des Jahres wegen der Vogelgrippe-Gefahr ihre Impfempfehlung bezüglich des Grippeschutzes erweitert. Danach sollten sich alle, die beruflich und privat mit Geflügel, Wildvögeln sowie Schweinen und Robben Kontakt haben, gegen die Grippe impfen lassen, um nicht gleichzeitig an Grippe und Vogelgrippe zu erkranken", sagte Thomas Preis, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, der "Rheinischen Post". "Ziel ist es, so die Entstehung einer neuen Variante der Vogelgrippe zu vermeiden, die von Mensch zu Mensch übertragen werden und der Ausgangspunkt für eine neue Pandemie sein könnte", so Preis.
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) rief die Bevölkerung angesichts der sich ausbreitenden Vogelgrippe auf, verendete Wildvögel keinesfalls anzufassen. "Die toten Kraniche sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit H5N1 infiziert und enthalten große Virusmengen", sagte der Instituts-Vizepräsident und Virologe Martin Beer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Für Menschen sei das Virus kaum gefährlich, aber sie könnten es weiterverbreiten.
