
Warum in Deutschland immer mehr Menschen die Autismus-Diagnose bekommen
n-tv
Die Zahl der Autismus-Diagnosen steigt. Die Psychologin Kathrin Hippler erklärt, warum wir Autismus neu verstehen müssen, wieso Mädchen oft übersehen werden und warum die Debatte um Paracetamol gefährlich ist.
Die Verzweiflung von Eltern nach einer Autismus-Diagnose ihres Kindes kennt Kathrin Hippler nur zu gut. "Ganz oft wird die Frage gestellt: 'Ja, die Diagnose ist schön und gut - aber was tun wir jetzt?'", erklärt die Wiener Psychologin ntv.de zu ihrem letzten Buch "Meine Entdeckungsreise durch das Autismus-Spektrum". Es richtet sich direkt an autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Angehörige - als Psychoedukation. Das Ziel: ein Verständnis für sich selbst entwickeln.
Laut einer Analyse der hkk Krankenkasse hat sich die Zahl der von Autismus betroffenen Menschen in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt - von 0,4 Prozent im Jahr 2013 auf 0,8 Prozent im Jahr 2022. Inzwischen gehen Experten von rund 800.000 Autistinnen und Autisten in Deutschland aus. Die Prävalenz wird heute auf etwa ein Prozent der Bevölkerung geschätzt, wobei viele Studien auch eine hohe Dunkelziffer vermuten.
