
Warum der unbesiegbare FC Bayern dieses PSG-Spiel so überhöht
n-tv
Der FC Bayern gewinnt in dieser Saison alle Spiele. Nun geht es in der Champions League gegen Titelverteidiger Paris St. Germain und die Münchner heben dieses Duell auf ein besonders hohes Podest. Aber warum eigentlich?
Luis Enrique staunt über diesen FC Bayern. Alle 15 Saisonspiele haben die Münchner bisher gewonnen. Das sei einfach "unglaublich", findet der Startrainer von Paris St. Germain, selbst höchst dekoriert mit dem Triumph in der Champions League in der vergangenen Saison. Und auch in dieser Saison läuft es zumindest in Europas Elite-Liga schon wieder ganz hervorragend. Der Titelverteidiger steht nach drei Spieltagen in der Ligaphase auf Platz eins, einen Rang vor den alles fressenden Münchnern. Nun treffen die beiden Schwergewichte aufeinander und natürlich bekommt dieses Spiel besonders große Beachtung. Aber eine teilweise auch zu große.
An diesem 4. November wird nichts entschieden. Gar nichts. Nicht mal vorentschieden wird irgendwas. Wobei das nicht ganz stimmt, es geht um den inoffiziellen und damit eher wertlosen Titel des Klub-Weltmeisters, den sich die Bayern zuletzt gegen Chelsea schnappten. 2004 hatten ein paar Statistik-Liebhaber das alte Boxsport-Prinzip auf den Fußball übertragen: Es gibt nur einen Titel und der muss in jedem Spiel verteidigt werden. Die inoffizielle Klub-Weltmeisterschaft wird von einer Handvoll Nerds aus England und Deutschland nachgehalten.
Zurück zur eigentlichen Bedeutung des Spiels: Zu lang ist diese Saison noch, zu viel kann noch passieren, um hier eine Vorentscheidung um Europas Thron herbeizurufen. Und dennoch brennen die Münchner lichterloh für das Duell. Der Champions-League-Sieger gegen die "heißeste" Mannschaft des Kontinents - "das", schwärmte Bayern-Präsident Herbert Hainer mit leuchtenden Augen, "ist das Höchste, was man haben kann!" Um 21 Uhr (bei Prime Video und im Liveticker bei ntv.de) treten die Unbesiegbaren im stimmungsvollen Prinzenpark an und wollen dem Kontinent ein fußballerisches Statement entgegenschleudern.
