
Wall Street nimmt US-Konjunktur in den Blick
n-tv
Während die Anleger noch die Quartalszahlen des Chipriesen Nividia verdauen, wendet sich die Aufmerksamkeit der Wall Street bereits der möglichen Zinswende im September zu. Die US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet. Das ist schon mal gut für Aktien.
Die Wall Street hat am Abend in einem volatilen Umfeld uneinheitlich geschlossen. Der S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Index gaben deutliche Aufschläge im späten Handelsverlauf wieder vollständig ab. Der Dow-Jones-Index schloss 0,6 Prozent höher bei 41.335 Punkten. Der S&P-500 schloss nahezu unverändert, während der Nasdaq-Composite um 0,2 Prozent nachgab. Dabei gab es insgesamt 1875 (Mittwoch: 1042) Kursgewinner und 910 (1729) -verlierer. Unverändert schlossen 77 (97) Titel.
Im Fokus stand vor allem der Technologiesektor nach den Quartalszahlen von Nvidia, die besser als erwartet ausfielen, wobei sich Umsatz und Gewinn jeweils mehr als verdoppelten. Allerdings konnte der Ausblick nicht überzeugen. Dies betraf sowohl die Umsatzprognose als auch den Ausblick auf die Bruttomarge. Die Prognosen zeigten außerdem eine Verlangsamung des Wachstums gegenüber den Vorquartalen, hieß es. Auch wird die neue Chip-Generation ("Blackwell") ein Quartal später als geplant in Serie gehen. Die Nvidia-Aktie gab daraufhin kräftig um 6,4 Prozent nach. Der Subindex der Halbleiter im S&P-500 sackte um 3,7 Prozent ab.
Der Blick des Marktes richte sich nach den Zahlen von Nvidia nun wieder verstärkt auf die US-Konjunkturdaten und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank, hieß es im Handel. Spannend dürfte es aber erst am Freitag werden. Dann steht der PCE-Deflator der US-Konsumausgaben im August auf dem Programm.
